
Beispielhafter Tagesablauf
In der vollstationären Abteilung des Johanniter-Zentrums stehen 20 Therapieplätze, aufgeteilt in 2 für Mädchen und Jungen gemischte Stationen, zur Verfügung. Eine Kinderstation für 3 - 12 jährige Patienten und eine fakultativ geschlossene Kriseninterventionsstation für 13 - 18 jährige. Beide Stationen bestehen aus je einer Schlafebene und einer Wohnebene auf zwei Etagen. Die Patienten werden morgens gegen 7:00 Uhr geweckt und je nach Bedarf bei der Morgenhygiene und der Zimmerordnung begleitet. Im Anschluss (7:30 Uhr) findet das gemeinsame Frühstück auf der Wohnebene statt. Ab 8:00 Uhr werden die Patienten klinikintern in altersadäquaten Kleingruppen beschult. Zur Verfügung stehen Lehrer, die den Schulstoff aller Schulformen unterrichten können, wobei die aktuellen Materialien der bisherigen Schule miteinbezogen werden. Hauptsächlich liegt das Augenmerk darauf, den aktuellen Leistungsstand zu erfassen und zu erhalten. Im weiteren Verlauf des Vormittags finden individuell verschiedene Einzel-, Gruppen- und Fachtherapien statt. Für jeden Patienten wird je nach Krankheitsbild ein individueller Therapieplan erstellt. Zusätzlich bildet das pädagogische Milieu der Behandlungsgruppe einen permanenten Lernort zur Stärkung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Das interdisziplinäre Team aus Ärzten, Psychologen, Fachtherapeuten, Lehrern, Pädagogen und Pflegekräften stellt sicher, dass für die Patienten in allen Bereichen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Das Mittagessen (12:00 Uhr) wird entweder aus dem nahe liegenden DRK Krankenhaus angeliefert oder vor Ort selbst zubereitet. Bei der Planung, Vor- und Zubereitung der Mahlzeiten werden die Patienten miteinbezogen. Im Anschluss an das Mittagessen wechselt die Gruppe auf die Schlafebene um auf den Zimmern die Mittagsruhe zu verbringen. In dieser Zeit finden die Dienstübergabe zwischen Früh- und Spätdienst, sowie Teambesprechungen statt. Die Patienten können diese Zeit zur freien Verfügung nutzen. Gegen 14:30 Uhr endet die Mittagsruhe und die Gruppe begibt sich wiederum auf die Wohnebene. Das Nachmittagsprogramm beinhaltet Hausaufgaben (bei Bedarf betreut), gemeinsame Gruppenaktivitäten, spezielle Fördermaßnahmen und Besuche von Freunden und Familie. Regelmäßig werden Sport, Spiele, Schwimmen, sowie Erlebnispädagogik angeboten. Auch gibt es die Möglichkeit zur Nutzung eines Musikraums oder eines Multifunktionssaals mit Tischtennisplatte, Kicker und vielen weiteren Spielgeräten. Bei schönem Wetter bieten sich Aktivitäten im klinikeigenen Hof oder im angrenzenden Carmen-Sylva-Garten an. Für Ausflüge stehen Busse und Fahrräder verschiedener Größen zur Verfügung. Gegen 18:00 Uhr findet das Abendessen statt. Vor- und Nachbereitung ist, wie bei allen Mahlzeiten, Aufgabe der Gruppe. Hierzu werden alle Patienten auf einem Wochenplan für bestimmte Dienste eingeteilt und bei der Ausübung angeleitet und unterstützt. Nach dem Abendessen bleibt noch ein wenig Zeit für Gruppenaktivitäten, Fernsehen, sowie die Möglichkeit mit Freunden und Familie zu telefonieren, bevor die altersgestaffelten Schlafenszeiten beginnen. Aufsteh- und Schlafenszeiten verschieben sich an Wochenenden und in den Ferien etwas nach hinten, da auch der Klinikunterricht in den rheinland-pfälzischen Schulferien aussetzt.
Besuchzeiten sind von Montags bis Freitags von 16 Uhr bis 18 Uhr,
sowie Samstags von 15 Uhr bis 18 Uhr
und Sonntags von 10 Uhr bis 12 Uhr
sowie von 15 Uhr bis 18 Uhr.
Telefonzeiten sind täglich von 19 Uhr bis 21 Uhr.
Um eine Belastungserprobung zu gewährleisten, stehen in Einzelabsprachen verschieden Möglichkeiten zur Verfügung:
• Beurlaubung für einen Tag am Wochenende
• Beurlaubung für zwei Tage am Wochenende
• Beurlaubung über Nacht am Wochenende
Während des stationären Aufenthaltes besteht die Möglichkeit die Patienten stufenweise in ihre Stammschule zu reintegrieren.